Zum Generationenhaus der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung, Stuttgart-Heslach
Die Nutzung des Generationenhauses der Rudolf Schmid und Hermann Schmid-Stiftung, Stuttgart-Heslach, durch Jung und Alt und die enge Vernetzung des Hauses mit dem Stadtteil standen vom Beginn der Planungen an im Vordergrund.
Bereits im Juni 1997 wurde unter Federführung des Sozialamts eine Planungsklausur zum Generationenhaus durchgeführt, bei der unter anderem VertreterInnen der Jugendhilfe, der Behindertenhilfe und der sozialen Arbeit im Stadtteil, Varianten der intergenerativen Nutzung und Öffnung des Hauses überlegt haben. Aus dieser Planungsklausur sind die Wohninitiative Wabe und das Mütterzentrum Stuttgart-Süd e.V. als PartnerInnen zur inhaltlichen Gestaltung der Arbeit im Generationenhauses hervorgegangen. In der weiteren Ausgestaltung des Hauses kam unter anderem das Jugendhaus Süd als weiterer Partner der Jugendhilfe hinzu.
Anfang 1997 hat der Eigenbetrieb Leben & Wohnen eine Diplomarbeit im Studiengang Sozialarbeit an der Fachhochschule Esslingen zum Thema Möglichkeiten und Grenzen intergenerativer Begegnung zwischen Kindern und PflegeheimbewohnerInnen angeregt. Im Herbst 1997 wurde unter Beteiligung des Eigenbetriebs Leben & Wohnen im Rahmen der Messe “Älter werden” eine Veranstaltung mit dem Thema “Alt und Jung unter einem Dach” durchgeführt, bei der sich verschiedene Projekte zum intergenerativen Wohnen präsentierten.
Das aktuelle Nutzungskonzept des Generationenhauses der Rudolf Schmid und Hermann Schmid-Stiftung sieht verschiedene generationsübergreifende Nutzungen vor:
Die Einbindung verschiedener Jugendhilfeträger und des Jugendrats Süd in das Generationenhaus der Rudolf Schmid und Hermann Schmid-Stiftung bietet gute Voraussetzungen für eine Verflechtung mit dem Stadtteil und einem lebendigen generationsübergreifenden Begegnung.
Bei verschiedenen Treffen, die auch bei den gewerblichen Nutzern des Hauses auf großes Interesse gestoßen sind, haben sich die zukünftigen Nutzer des Hauses kennengelernt. Erste Ideen für eine Zusammenarbeit wurden entwickelt. Es wird die vorrangige Aufgabe der Koordination des Hauses sein, die verschiedenen Initiativen des Hauses zusammenzuführen und den Kooperationsprozess zu pflegen und weiterzuentwickeln. Eine zu frühe und zu detaillierte Planung für die inhaltliche Arbeit im Haus würde Gestaltungsmöglichkeiten der NutzerInnen einschränken und könnte das hohe Motivationsniveau beeinträchtigen.
Stadtteilbezogene Nutzungen sind vor allem:
Neben gemeinsamen öffentlichen Veranstaltungen im Haus, werden folgende Angebote für die Menschen aus dem Stadtteil interessant sein:
1. Der Feiergarten mit altem Kastanienbestand, in dem Vereine und Initiativen aus dem Stadtteil die Möglichkeit haben öffentliche Feste durchzuführen. Es wird eine Nutzungsgebühr erhoben. 2. Saalvermietung. Ein etwa 90 m² großer Raum wird an gemeinnützige Vereinen und Initiativen vermietet. 3. Im Haus steht eine öffentliche Cafeteria zur Verfügung. 4. Familien- und Initiativenzentrum (siehe oben). Die gewerblichen Angebote und die attraktive Mischung medizinisch-pflegerischer Dienstleistungen (Arzt- und Zahnarztpraxis, Diakoniestation, Physiotherapeutische Praxis) werden den Servicecharakter des Hauses in zentraler Lage unterstützen.
Zum Haus der Rudolf Schmid und Hermann Schmid-Stiftung, Ludwigstraße 41 und 43, Stuttgart-West Im Generationenhaus der Rudolf Schmid und Hermann Schmid-Stiftung, Ludwigstraße 41 und 43, Stuttgart-West, hat es einen Trägerwechsel gegeben. Das Wohlfahrtswerk wird die Trägerschaft für die Altenwohnungen übernehmen. Die Konzeption bezogen auf die betreuten Altenwohnungen und die trägerübergreifende Zusammenarbeit werden derzeit mit dem neuen Träger abgestimmt. Die Verwaltung hat zum Rahmenkonzept des Hauses die Gemeinderatsdrucksache 572/2001 im Juli 2001 den zuständigen Ausschüssen des Gemeinderats zur Beschlussfassung vorgelegt. Zu 2: "Lebensräume für Jung und Alt" Die ersten “Lebensräume für Jung und Alt” entstanden im Dezember 1994 in einer kleinen Gemeinde. Ursprünglich war für die Versorgung der Älteren dort ein Pflegeheim geplant, allerdings hätte an der Größe der Gemeinde und dem entsprechenden Bedarf ausgerichtete Heim kaum wirtschaftlich betrieben werden können. Inzwischen sind in 15 Städten Wohnanlagen mit der gleichen Konzeption realisiert worden, weitere Anlagen sind in Planung bzw. im Bau. Die “Lebensräume für Jung und Alt” stellen eine neue Lebensform zwischen dem zu groß gewordenen bisherigen Wohnraum älterer Menschen und der Sicherheit des Betreuten Wohnens bzw. eines Heimes dar. Für die Entstehung der “Lebensräume für Jung und Alt” waren folgende Überlegungen und Thesen ausschlaggebend: