Landeshauptstadt Stuttgart
Referat Jugend und Bildung
Gz:
JB
GRDrs
190/2021
Stuttgart,
06/24/2021
Demokratiebildung in Stuttgart
Mitteilungsvorlage
Vorlage an
zur
Sitzungsart
Sitzungstermin
Schulbeirat
Jugendhilfeausschuss
Kenntnisnahme
Kenntnisnahme
öffentlich
öffentlich
13.07.2021
19.07.2021
Bericht:
In den vergangenen Jahren wurde zunehmend deutlich, dass das demokratische Wertegerüst unserer Gesellschaft keine voraussetzungslose Selbstverständlichkeit ist. Um die demokratischen Werte und Errungenschaften wach zu halten und aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Populismus, (Rechts-)Extremismus und Verunsicherungen durch die Prozesse der Globalisierung und Digitalisierung zu begegnen, braucht es stete Bemühungen.
In der Vermittlung demokratischer Werte an die nachwachsenden Generationen kommt der Kommune eine wichtige Rolle zu. Erst über die aktive Auseinandersetzung können ein tiefgreifendes Verständnis sowie die Aneignung demokratischer Werte und Haltungen stattfinden. Bildungseinrichtungen und -angebote sowie Angebote der Kinder- und Jugendhilfe können solche Gelegenheiten der aktiven Auseinandersetzung schaffen. Gleichzeitig kann über eine solche Auseinandersetzung auch die Aufmerksamkeit und Fähigkeit geschult werden, zu erkennen und dafür einzustehen, wenn demokratische Werte missachtet werden.
Vor dem Hintergrund aktueller Studien zur Demokratiebildung (Jugendstudie BW und Shell-Studie) stellt die Vorlage wichtige Aktivitäten der Demokratiebildung in Stuttgart vor. Dabei wird deutlich, vor welchen Herausforderungen unsere Gesellschaft steht und in welchen Formen die Antworten darauf in Stuttgart erfolgen.
1. Die Ausgangssituation zur Demokratiebildung auf Basis der Jugendstudie Baden-Württemberg und der Shell Jugendstudie
(s. Anlage 1)
Ergebnisse der Jugendstudie Baden-Württemberg 2020:
Die Jugendstudie BW lässt eine überwiegende Zufriedenheit der Jugendlichen mit der Demokratie in Deutschland erkennen, macht aber gleichzeitig darauf aufmerksam, dass sich diese nach Bildungsstand teils stark unterscheidet.
Folgende zentrale Ergebnisse sind der Jugendstudie zu entnehmen:
1. Hohes politisches Interesse der Jugendlichen
2. Überwiegend Zufriedenheit mit der Demokratie, die sich allerdings über die Schularten hinweg sowie nach Geschlecht unterscheidet
3. Politisches Engagement im eigenen Umfeld, nicht aber in organisierten Strukturen
4. Angebote der politischen Bildung sind verbesserungswürdig
Ergebnisse der Shell Jugendstudie 2019:
Die bundesweite Shell Jugendstudie verzeichnet einerseits einen Trend zu gegenseitigem Respekt, zu Achtsamkeit der eigenen Lebensführung sowie zu einem starken Sinn für Gerechtigkeit und der Forderung nach mehr Mitsprache, andererseits werden auch Affinitäten von Jugendlichen zu populistischen Positionen nachvollzogen.
Folgende zentrale Ergebnisse sind der Shell Jugendstudie zu entnehmen:
1. Hohe Demokratieakzeptanz unter den Jugendlichen bei gleichzeitiger Politikverdrossenheit
2. Deutlicher Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Herkunftsschicht mit Politikverdrossenheit und dem Erleben von Benachteiligung
3. Je niedriger die Herkunftsschicht und Bildungsposition, desto größer die Politikverdrossenheit
2.
Zusammenfassende Erkenntnisse
Das politische Interesse sowie die Zufriedenheit der Jugendlichen mit der Demokratie variieren deutlich nach Schulform, Bildungsgrad und sozialer Herkunft. Auch geschlechterspezifische Unterschiede sind auszumachen. In den Antworten der Jugendstudie Baden-Württemberg ist auffällig, dass jede/r Zehnte befragte Jugendliche an Werk-/Hauptrealschulen, die Antwort nach dem eigenen politischen Interesse nicht beantwortete und sogar ein Siebtel der Jugendlichen an Haupt-/Werkrealschulen die Frage nach der Zufriedenheit mit der Demokratie in Deutschland unbeantwortet ließ. Die Autorenschaft der Studie äußert die Vermutung, dass das Antwortverhalten auf ein geringes Zutrauen an politischen Themen teilzuhaben sowie auf ein politisches Desinteresse schließen lässt. Bei Menschen mit geringerem Bildungsgrad sei häufig wenig politische Selbstwirksamkeit feststellbar. Diese Interpretation legt auch die Shell Jugendstudie nahe, die deutliche Hinweise gibt, dass soziale Herkunft und Bildung weiterhin stark korrelieren und Jugendliche mit geringerem Bildungsstand sowie aus „unteren Herkunftsschichten“ sich deutlich stärker benachteiligt fühlen und eine hohe Politikverdrossenheit zeigen.
Demokratiebildung und politische Bildung erhalten aus diesen Erkenntnissen heraus eine hohe Bedeutsamkeit. Neben dem Wissen um und dem Verständnis von demokratischen Prozessen, können Formate der politischen Bildung und Demokratiebildung bestenfalls Selbstwirksamkeit von Jugendlichen stärken. Dies kann und muss in verschiedenen Kontexten stattfinden und ist nicht allein Auftrag der klassischen Bildungseinrichtungen, sondern spielt in allen Lebensbereichen und Bildungsorten eine zentrale Rolle, wie etwa in der Familie, in der Kita, der Schule, im Verein, in der Jugendgruppe oder weiteren (pädagogischen) (Freizeit-)Angeboten.
Wenngleich die Studien sehr deutlich werden, dass es weiterer Bemühungen zur Entkopplung der sozialen Herkunft und Bildungsstand von sozialer Ungleichheit bedarf, kann Demokratiebildung den Versuch unternehmen, verstärkt Jugendliche, die sich politisch abgehängt fühlen, anzusprechen. Beide Studien zeigen hier einen hohen Handlungsbedarf auf. Die Rückmeldung der Jugendlichen zu den Angeboten der politischen Bildung macht deutlich, dass politische Bildungsformate darauf zu prüfen sind, ob diese jugendgerecht und zeitgemäß sind. Hierfür ist es sinnhaft Jugendliche in die Entwicklung und der Durchführung der Formate direkt einzubeziehen und verstärkt auf eigenes Erleben statt reiner Vermittlung zu setzen.
3.
Exemplarische Aktivitäten der Demokratiebildung in Stuttgart
In unterschiedlicher Weise sind eine Vielzahl an Akteuren in Stuttgart bereits darum bemüht, Jugendlichen anhand verschiedenster Ansätze und Formate demokratische Werte und Haltungen zu vermitteln, die Bedeutsamkeit demokratischen Handelns zu veranschaulichen und letztlich auch politisches Interesse und Engagement zu wecken. Einerseits liegt dies per se im Auftrag der Bildungsinstitutionen sowie der Angebote der Kinder- und Jugendhilfe, andererseits gibt es eine Vielzahl von weiteren Akteuren, die ihre Expertise der politischen Bildung und Demokratiebildung in die außerschulischen und schulischen Bildungsangebote hineintragen.
Zu beachten ist, dass politische Bildungsprozesse oftmals unabhängig von pädagogischen Ansätzen, Programmen und Konzepten und verankert in den Lebenswelten der Jugendlichen selbstbestimmt stattfinden. Demokratiebildung vollzieht sich zudem häufig alltagsintegriert etwa in Form von Beteiligungsprozessen im Rahmen der Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit und Vereine und ist gleichwohl auch Bestandteil von Orientierung- und Bildungsplänen. Nicht zuletzt sind auch formell verankerte Formen der Beteiligung, wie der Jugendgemeinderat, Teil politischer Bildung.
Deshalb können im Folgenden lediglich exemplarisch einige Schlaglichter kommunaler Bemühungen aufgeführt werden, anhand derer illustriert werden soll, wie die Demokratiebildung in Stuttgart in unterschiedlicher Art und Weise vorangebracht wird.
Demokratie braucht ein lebendiges Netzwerk:
Partnerschaft für Demokratie in Stuttgart (PfD)
Die Partnerschaft für Demokratie Stuttgart ist eine von über 300 Partnerschaften in Deutschland, die sich im Sinne des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gebildet haben. Sie ist ein langfristig angelegtes Kooperations- und Unterstützungsnetzwerk, das von der aktiven Beteiligung ihrer Partner*innen lebt. Das Kernelement der Partnerschaft für Demokratie ist die Förderung und Stärkung einer lebendigen, vielfältigen und offenen Demokratie durch aktive Kooperationen von Politik, Verwaltung, Organisationen, Institutionen und Zivilgesellschaft.
Die Partnerschaft für Demokratie wird über städtische Mittel in den Haushaltsjahren 20/21 bezuschusst (vgl. GRDrs 362/20). Die Federführung innerhalb der Verwaltung liegt bei der Abteilung Integrationspolitik (SI-IP). Die fachlich-inhaltliche Koordinierung erfolgt über die Fach- und Koordinierungsstelle beim Stadtjugendring Stuttgart.
Die PfD stellt Mittel zur Umsetzung von Projekten, Aktionen und Veranstaltungen im Themenfeld Demokratiebildung zur Verfügung. Neben dem Aktionsfonds, über den Einzelmaßnahmen von Vereinen, Organisationen und Initiativen gefördert werden können, gibt es außerdem einen Jugendfonds. Dieser wurde zur Stärkung der Beteiligung von jungen Menschen eingerichtet und wird über ein Jugendgremium verwaltet. Im Aktionsfonds stehen in 2021 insgesamt 37.000 € zur Verfügung. Im Jugendfonds 28.000 €. Über die PfD werden zudem jährlich Demokratiekonferenzen ausgerichtet. Weitere Informationen und Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten der PfD bietet der Überblick im Anhang
(Anlage 2)
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Jugendgerechte Bildungsformate entwickeln – von Jugendlichen für Jugendliche:
Team Tomorrow Campus
Das Projekt Tomorrow Campus Stuttgart des gemeinnützigen und überparteilichen Vereins Team Tomorrow (ehemals Unsere Zukunft) bietet Jugendlichen und jungen Menschen die Möglichkeit und Unterstützung, um über verschiedene politische Formate Gleichaltrige zu erreichen und für demokratische Prozesse zu begeistern sowie zu politischen Wahlen zu motivieren. Die Beteiligten im Projekt gehen der Fragestellung nach, wie man junge Menschen für Politik begeistern und eine Brücke zwischen ihnen und der Politik bauen kann. Dafür werden junge, ehrenamtliche Teammitglieder – sogenannte Tomorrow Maker – ausgebildet, die in ihrem Stadtteil, ihrer Schule oder in der ganzen Stadt Dinge bewegen und verändern wollen. Über das Projekt werden die Teams durch Workshops, Seminare und über persönliche Mentor*innen begleitet und darin unterstützt, ihre eigenen Projekte wie Diskussionsrunden mit Politiker*innen, politische Beteiligungsformate oder Online-Konzepte wie Videos, Interviews oder Podcasts auf den Weg zu bringen.
Im Team Tomorrow Campus Stuttgart gestalten und entwickeln Jugendliche selbst politische Bildungsformate für andere Jugendliche und setzen diese dann um. Das Projekt wird über den städtischen Haushalt 2020/21 befristet finanziert und startete im letzten Jahr. Einen ersten Einblick bietet der Kurzbericht im Anhang
(Anlage 3)
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Jugendpartizipation als zentraler Bestandteil von Demokratiebildung:
Fonds „Zukunft der Jugend“ & „Mein Ding! Jugendpartizipation direkt!“
Die Stadt Stuttgart verfügt mit dem Projektmittelfonds „Zukunft der Jugend“ über ein Förderinstrument, das Stuttgarter Trägern ermöglicht, neue Angebote, Methoden oder Handlungsfelder zu erproben und auf aktuelle Bedarfslagen zu reagieren. Mittels einer Ausschreibung werden Schwerpunkte gesetzt, „Partizipation und Demokratiebildung“ ist einer davon. Ziel ist hier, Projekte anzustoßen, die neue Beteiligungsformate erproben, Zugänge zum Gemeinwesen eröffnen oder Demokratiebildung in die Alltagswelt Jugendlicher einbinden. Zielgruppe sind vorrangig junge Menschen, die als bisher schwer erreichbar gelten.
2013 wurde zusätzlich im Rahmen des Fonds das Förderprogramm „Mein Ding!“ installiert. Entsprechend der Erkenntnis, dass Demokratiebildung besonders wirksam durch eigenes Handeln und aktives Aneignen demokratischer Prozesse funktioniert, sprach diese Förderung Jugendliche direkt an: sie sollten eigene Projekte entwickeln, einreichen, selbstverantwortlich umsetzen und abrechnen. Pro Projekt konnten 2.000 € beantragt werden, das Gesamtbudget betrug 20.000 € jährlich.
2018 wurde eine weitere Beteiligungsebene installiert, so dass Jugendliche auch über die Vergabe der Projektgelder entscheiden. Die aktuelle Projektstruktur beinhaltet eine jugendliche Projektgruppe, verantwortlich für das Vergabeverfahren, Projektcoaching und Controlling und eine zentrale Vergabeveranstaltung, auf der Jugendliche live und direkt über die Vergabe von Projektgeldern in Höhe von insgesamt 30.000 € abstimmen. Verantwortlich für die Gesamtorganisation ist die Stuttgarter Jugendhausgesellschaft in Kooperation mit dem Stadtjugendring, der eva und der caritas. Das Projekt wird bis 2022 über den Projektmittelfonds finanziert.
Demokratiebildung als Dialog gestalten:
„Hallo Demokratie“
Die Abteilung Integrationspolitik bietet mit „Hallo Demokratie“ seit 2018 politische Bildung für neuzugewanderte Schülerinnen und Schüler in Vorbereitungsklassen an. Das Modellprojekt ist dialogisch, sprachsensibel und sozialraumorientiert ausgerichtet. Neuzugewanderte Kinder und Jugendliche lernen in wöchentlichen Treffen mit geschulten Dialogmoderatorinnen und -moderatoren, was Demokratie in unserer Gesellschaft bedeutet. Exkursionen zu relevanten Orten der Geschichte und Politik in Stuttgart fördern die Identifikation der neuzugewanderten jungen Menschen mit unserer Stadt.
Demokratiebildung in Vorbereitungsklassen ist seit dem Schuljahr 2017/18 auch eine neue bildungspolitische Aufgabe des Landes. Allerdings gibt es für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche in den relevanten demokratiepädagogischen Strukturen bisher kaum passende Angebote. Die Abteilung Integrationspolitik betreibt seit über zehn Jahren politische Bildung in heterogen zusammengesetzten Schülergruppen. Die Erfahrungen aus dem bundesweit agierenden Programm „Dialog macht Schule“ (bis 2014 gefördert durch Bundeszentrale für politische Bildung und Robert Bosch Stiftung) sind in die Konzeption des neuen Programms „Hallo Demokratie“ eingeflossen. Durch Fortbildungen für Lehrkräfte mit dem Staatlichen Schulamt und durch weitere Kooperationen wird die Kompetenz der Fachleute im Umgang mit jungen Migrantinnen und Migranten erweitert. Dies gilt auch für pädagogisches Personal aus Museen oder demokratiepädagogisch relevanten Ausflugszielen wie bspw. Lern- und Gedenkort Hotel Silber, Besucherdienst des Landtages, Lernort Gedenkstätte u.a.
Im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie und des neu geschaffenen Netzwerks zu Demokratiebildung (s.u. Punkt 4) werden weitere Ansätze entwickelt.
4.
Demokratiebildung in Stuttgart: Vernetzen – Sichtbar machen – stärken
Seit letztem Jahr arbeitet die Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft mit der Partnerschaft für Demokratie Stuttgart daran, gemeinsam mit den kommunalen Bildungsakteuren vor Ort, Demokratiebildung über die Dimensionen des Vernetzens, Sichtbarmachens und Stärkens weiter zu befördern. Im der gemeinsamen Zusammenarbeit sollen die Vielzahl an Aktivitäten in Stuttgart zum Thema Demokratiebildung weiter vernetzt werden, neue oder weitere Kooperationen angestoßen und Schwerpunkte für Weiterentwicklungen gesetzt werden.
Die Ziele sind:
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Systematisierung verschiedener Aktivitäten über die Partnerschaft für Demokratie sowie ggf. deren weiterer Ausbau
·
Stärkung von bestehenden Ansätzen und Angeboten der Demokratiebildung in Stuttgart unter Nutzung der vorhandenen Lernorte in der Stadt sowie unter Einbezug aller schulischen und außerschulischen Bildungsakteure
·
stadtweiter Ausbau von Demokratiebildung, ggf. Konzeptionierung und Implementierung neuer Bestandteile
·
Unterstützung von Partizipation und Beteiligungsformaten als ein wesentlicher Bestandteil von Demokratiebildung
Bisheriger Stand und erste Erkenntnisse
Im Februar 2020 setzte die Partnerschaft für Demokratie (vertreten durch den Stadtjugendring Stuttgart und die Abteilung Integrationspolitik) und die Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft sogenannte Expertenworkshops zur Demokratiebildung um, die den zentralen Fragestellungen nachging, was im Handlungsfeld bereits gut funktioniert und wo noch Leerstellen gesehen werden. Demokratiebildung wurden dabei insgesamt als relevantes Thema für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erachtet. Die Workshops richteten sich demnach an zwei verschiedenen Nachmittagen einerseits an Bildungsakteure die Formate, Projekte und Angebote der Demokratiebildung umsetzen und andererseits an die Bildungseinrichtungen wie Kita, Eltern-Kind-Gruppen, Schulen und Ganztagsträger. Von der in 2020 ursprünglich geplante großen Veranstaltung im Stuttgarter Rathaus zum Thema Demokratiebildung musste vorerst coronabedingt abgesehen werden. Dennoch konnte an den ersten Ergebnissen der Expertenworkshops weitergearbeitet werden, so dass im laufenden Jahr themenspezifische Entwicklungs- und Ideenworkshops umgesetzt wurden und weitere geplant sind.
Über die bisher durchgeführten Veranstaltungen konnten Rückmeldungen aus den unterschiedlichen Perspektiven festgehalten und gleichzeitig eine übergreifende Vernetzung angestoßen werden. Der Teilnehmerkreis setzte sich u.a. aus Vertreter*innen folgender Vereine, Organisationen und Einrichtungen zusammen: Ausbildungscampus, AWO Stuttgart, Bürgerstiftung, Caritasverband für Stuttgart, Dachverband der Eltern- Kind-Gruppe, Evangelischer Kirchenkreis Stuttgart, Evangelische Jugend Stuttgart, Gemeinschaftserlebnis Sport, Geschäftsführende Schulleitungen, Internationaler Bund Stuttgart, Jugendamt (Qualität und Qualifizierung), Jugendrat Stuttgart, Kinderbeauftrage der LHS Stuttgart, Kindertagesstätten (unterschiedliche Trägerschaft), Landeszentrale für politische Bildung BW, Mobile Jugendarbeit, Netzwerk für Demokratie & Courage Baden-Württemberg, Robert Bosch Stiftung, Stuttgarter Jugendhausgesellschaft, Team Tomorrow, VfB Lernzentrum, VfB Fanprojekt und Weitere.
Nach diesen ersten Veranstaltungen bildet sich bereits ab, dass
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ein großes Interesse seitens der Akteure in der thematischen Vernetzung besteht, die einen direkten Mehrwert in der gemeinsamen Ideenentwicklung schafft.
·
die Vernetzung die stadtweiten Aktivitäten bündelt und so Synergien ermöglicht.
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Entwicklungspotenziale u.a. im Hinblick auf bisher eher schwer erreichbare oder abgehängte Jugendliche erkannt wurden.
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stärkere Kooperationen mit schulischen und außerschulischen Bildungseinrichtungen gewünscht sind.
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über die Veranstaltungsformate neuartige Ideen generiert und in der Zusammenarbeit potenziert werden können.
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zur Umsetzung und Erprobung auf die stadtweit bestehenden Fördermöglichkeiten zurückgegriffen werden kann.
Entsprechend dieser Rückmeldungen sowie der Erkenntnisse aus den dargestellten Jugendstudien können Schwerpunktthemen nun systematisch weiter gemeinsam bearbeitet werden. Einen großen Mehrwert liegt dabei auch im Zusammenwirken der Bildungseinrichtungen und der Angebote der Kinder- und Jugendhilfe mit zivilgesellschaftlichen Akteuren, Initiativen und Organisationen.
Beteiligte Stellen
Referat SI hat die Vorlage mitgezeichnet.
Vorliegende Anträge/Anfragen
450/2020 - Freie Wähler-Gemeinderatsfraktion "Vorstellung und Diskussion der Resultate der 18. Shell Jugendstudie und der Jugendstudie Baden-Württemberg 2020 im Jugendhilfeausschuss und im Schulbeirat" vom 26.10.2020
501/2020 - Die FrAKTION LINKE SÖS PIRATEN Tierschutzpartei "Junge Menschen für Demokratie begeistern - Vorstellung der Arbeit von Team tomorrow" vom 3.12.2020
siehe unten
Isabel Fezer
Bürgermeisterin
Anlage 1: Zentrale Ergebnisse der Jugendstudie BW und der Shell Jugenstudie
Anlage 2: Kurzbericht Partnerschaft für Demokratie in Stuttgart (PfD)
Anlage 3: Kurzbericht Team Tomorrow e.V.
<Anlagen>
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Anlage 1 Zentrale Ergebnisse im Themenfeld Demokratie_Jugenstudie BW_Shell Jugendstudie.pdf
Anlage 2_Partnerschaft für Demokratie Stuttgart_LHS.pdf
Anlage 3_Kurzbericht_Team Tomorrow.pdf