· Sozialpsychiatrische Dienste (SpDi) · Gerontopsychiatrische Dienste (GerBera) · Tagesstätten · Arbeitsprojekte / Beschäftigungsmöglichkeiten (SGB XII und SGB II) · Psychiatrische Institutsambulanzen (PIA) (SGB V) · Häusliche psychiatrische Pflege (SGB V) · Soziotherapie (SGB V) · Angebote für Kinder psychisch kranker Eltern „Aufwind“ · Betreutes Wohnen (SGB XII) In den GPZ werden die Angebote einer ambulanten psychiatrischen Versorgung „unter einem Dach“ gebündelt, um die Ressourcen effektiv einzusetzen und personenbezogen auszugestalten. Die o. g. Angebote sind räumlich zusammengefasst und erleichtern so wohnortnah den Zugang für Betroffene und ihre Angehörigen. Die acht SpDi bilden das Kernstück der GPZ in der Landeshauptstadt Stuttgart. Sie sind Bestandteil der psychosozialen Grundversorgung und übernehmen die Versorgungsverpflichtung für das gesamte Stadtgebiet. Das bedeutet, dass sie allen chronisch psychisch erkrankten Menschen in ihrem Einzugsgebiet sozialpsychiatrische Hilfen erschließen bzw. anbieten und Meldungen, auch von Dritten, abklären. Sie sind auch Ansprechpartner für Angehörige, Nachbarn etc. Durch das Inkrafttreten des Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes (PsychKHG) in Baden-Württemberg zum 01.01.2015 erhielten der GPV Stuttgart und die SpDi erstmals eine gesetzliche Grundlage. Die Dienste verantworten „sozialpsychiatrische Vorsorge, Nachsorge und psychosoziale Krisenintervention, auch aufsuchend, sowie die Vermittlung sozialer Hilfen für insbesondere chronisch psychisch kranke… Menschen…“ (§ 6 PsychKHG). Situation in den SpDi in der Landeshauptstadt Stuttgart (Datengrundlage 31.12.2018) Leistungsbereiche der SpDi
Die Leistungsbereiche wurden mit GRDrs 969/2003 „Übertragung sozialer Dienste des Gesundheitsamts - sozialpsychiatrische Hilfen - an andere Träger; Festlegung der qualitativen und quantitativen Rahmenbedingungen“ definiert.
Im Rahmen der Überarbeitung der Verwaltungsvorschriften (VwV) für die SpDi in Baden-Württemberg bis 2020 werden ggf. auch fachliche Weichenstellungen der SpDi vollzogen. Die Veränderungen sind noch nicht zu benennen.
Auch weitere Entwicklungen werden zukünftig die Dienste beeinflussen: Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) wird sich auf die Arbeit und die Aufgaben der SpDi (und auch das betreute Wohnen) auswirken. Die Stationsäquivalente Behandlung im häuslichen Umfeld (StäB) wird sich auf viele Versorgungsbereiche im GPV Stuttgart auswirken. Hier steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie StäB mit den sozialpsychiatrischen Hilfen im GPV Stuttgart vernetzt werden kann. Insgesamt sind die SpDi in der Landeshauptstadt Stuttgart gut aufgestellt und werden ihrem Arbeitsauftrag gerecht. Die Kooperation mit beteiligten Einrichtungen und Diensten verläuft weiterhin gut.
Beteiligte Stellen --- Vorliegende Anträge/Anfragen --- --- Dr. Alexandra SußmannBürgermeisterin 1. Dokumentation der Sozialpsychiatrischen Dienste in Stuttgart (SpDi) 2018: Fakten, Zahlen und soziodemografische Merkmale der langfristig betreuten psychisch kranken Menschen in den 8 SpDi - Jahresbericht (Reiner Neuschl, Klinikum Stuttgart, ZsG, Dr. Klaus Obert, Caritasverband für Stuttgart e. V., Friedrich Walburg, Evangelische Gesellschaft Stuttgart e. V.) Sozialpsychiatrische Dienste in Stuttgart (SpDi) 2018: Fakten, Zahlen und soziodemografische Merkmale der langfristig betreuten psychisch kranken Menschen in den 8 SpDi Im Jahr 2018 gibt es hinsichtlich der Gesamtbetreuungen keine signifikanten Unterschiede im Vergleich zu den Vorjahren. Die Gesamtzahl an Betreuungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 % und die Zahl der langfristig betreuten Menschen um 3,3 % gesunken (2.027 in 2017 gegenüber 1.961 in 2018). In der Dokumentation der SpDi werden die Zahlen der Anfragen insgesamt und die soziodemografischen Daten bei den langfristig betreuten psychisch kranken Menschen erhoben. Daraus ergibt sich folgendes Bild: · Gesamtzahl der Anfragen (kurze-, indirekte und langfristige Betreuungen): 3.625 (2017: 3.682) · Entwicklung der langfristigen Kontakte Die Zahlen der langfristigen Betreuungen pendeln sich auf hohem Niveau ein.
Dies bedeutet, dass sich 79 % der Klientinnen und Klienten der SpDi in fachärztlicher Behandlung befinden (niedergelassener Facharzt und Psychiatrische Institutsambulanz).
Der Anteil an langfristig betreuten Menschen, die sich in medizinisch-psychiatrischer Behandlung befinden, ist ein deutlicher Beleg dafür, dass sich Menschen eher und vermehrt in Behandlung begeben, wenn diese flexibel und niederschwellig (z. B. über die Institutsambulanz) zur Verfügung gestellt und angeboten wird.
508 Klientinnen und Klienten befinden sich in Behandlung der 3 Institutsambulanzen der psychiatrischen Kliniken (2017: 539; 2016: 550; 2015: 505; 2014: 447).
Die große Mehrheit der Klientinnen und Klienten befindet sich in der Behandlung der Institutsambulanz des Zentrums für Seelische Gesundheit, Klinikum Stuttgart. Sowohl in den Richtlinien des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg als auch in den Vereinbarungen mit der Landeshauptstadt Stuttgart ist festgehalten, dass Kooperationsvereinbarungen der GPZ mit Institutsambulanzen der psychiatrischen Kliniken abzuschließen und vor allem umzusetzen sind.
Quelle: "Dokumentation der Sozialpsychiatrischen Dienste in Stuttgart (SpDi) 2018: Fakten, Zahlen und soziodemografische Merkmale der langfristig betreuten psychisch kranken Menschen in den 8 SpDi - Jahresbericht" (Reiner Neuschl, Klinikum Stuttgart, ZsG, Dr. Klaus Obert, Caritasverband für Stuttgart e. V., Friedrich Walburg, Evangelische Gesellschaft Stuttgart e. V.)
zum Seitenanfang