Wir beantragen:
Begründung:
Das Zentrum zur Beratung, Begutachtung & Psychotherapie für Überlebende traumatischer Gewalt bietet Geflüchteten Hilfe und Unterstützung im Sinne einer ersten Anlaufstelle, da ohne Bleiberecht keine Psychotherapie erfolgen kann. Traumatisierungen von Geflüchteten können in der Regel erst Jahre nach ihrer Ankunft behandelt werden, denn zunächst stehen Fragen zum Bleiberecht im Vordergrund. Trauma-Therapie ohne gesicherten Aufenthalt ist nicht zielführend und wird daher aus fachlicher Perspektive von vielen Therapeuten abgelehnt. Auch treten Traumata erst mit der Sicherung eines Aufenthaltstitels wieder in den Vordergrund und können dann mit psychotherapeutischer Hilfe behutsam angegangen werden. Davor können – wenn überhaupt - nur im Einzelfall Akutsprechstunden wahrgenommen werden. Aufgrund begrenzter Kapazitäten von Psychotherapieplätzen entstehen zudem häufig sehr langer Wartezeiten, um einen Therapieplatz zu erhalten.
Um frühzeitig Stabilisierung und Hilfestellung zu leisten, werden therapiebegleitende Gruppenangebote mit Kunst, Kunsthandwerk, Sport angeboten. Diese Maßnahmen tragen zur Aktivierung von persönlichen Ressourcen der Geflüchteten bei, sie erfahren Selbstwirksamkeit durch Malen, Spiel und Freude und können das zerstörte Selbstvertrauen steigern. Ihre Integration sowie die ihrer Kinder in die „Neue Heimat“ wird dadurch erleichtert. Thomas Adler Hannes Rockenbauch (Fraktionsvorsitzender) (Fraktionsvorsitzender)