Landeshauptstadt Stuttgart
Referat Allgemeine Verwaltung/Kultur und Recht
Gz:
GRDrs 301/2024
Stuttgart,
07/11/2024



Anpassung des Manfred-Rommel-Stipendiums
der Landeshauptstadt Stuttgart - Berufung einer Jury




Beschlußvorlage
Vorlage an
    zur
SitzungsartSitzungstermin
Ausschuss für Kultur und Medien
Verwaltungsausschuss
Gemeinderat
Vorberatung
Vorberatung
Beschlussfassung
öffentlich
öffentlich
öffentlich
23.07.2024
18.09.2024
19.09.2024



Beschlußantrag:

1. Den geänderten Ausschreibungsmodalitäten für das Manfred-Rommel-Stipendium wird zugestimmt (vgl. Ziff. 1 der ausführlichen Begründung).

2. Den Änderungen der Zusammensetzung der Jury für das Manfred-Rommel-Stipendium wird zugestimmt (vgl. Ziff. 2 der ausführlichen Begründung).


Kurzfassung der Begründung:
Ausführliche Begründung siehe Anlage 1

Seit sechs Jahren vergibt die Landeshauptstadt Stuttgart das Manfred Rommel-Stipendium (vgl. GRDrs 253/2017). Die Anzahl der Bewerbungen ging kontinuierlich zurück, zuletzt konnten noch Bewerbungen verzeichnet werden. Ursächlich für die rückläufige Resonanz ist aus Sicht der Kulturverwaltung die fehlende Flexibilität bei der Themensetzung und bei der Aufteilung des Stipendiums. Durch die Änderung der bisherigen Vergabemodalitäten in Verbindung mit einer Erweiterung der Jury soll das Stipendium auf neue Füße gestellt und für Bewerbende attraktiver werden.

Finanzielle Auswirkungen

Insgesamt wurden 55.000 Euro (27.500 €/Jahr) im Etat des Kulturamts/Abteilung StadtPalais zur Verfügung gestellt:

Dotierung/Stipendium 35.000 Euro

Ausschreibung und Jurysitzung 10.000 Euro

Veranstaltungen 10.000 Euro

Die geplanten Änderungen haben keine finanziellen Auswirkungen, insbesondere können evtl. Mehrkosten für die erweiterte Jury innerhalb des vorhandenen Etats aufgefangen werden.


Beteiligte Stellen

-

Vorliegende Anträge/Anfragen

-

Erledigte Anträge/Anfragen

-



Dr. Fabian Mayer
Erster Bürgermeister


Anlagen

Ausführliche Begründung:

Seit sechs Jahren vergibt die Landeshauptstadt Stuttgart das Manfred Rommel-Stipendium der Landeshauptstadt Stuttgart im biennalen Rhythmus. Leider geht die Anzahl der Einreichungen für das Stipendium trotz aller Bemühungen kontinuierlich zurück.

Daran konnten auch alle Versuche seitens der Kulturverwaltung in den letzten Jahren nichts ändern. Sowohl kostenintensive Marketingstrategien als auch direkte Ansprache von Lehrenden und Lehrstühlen konnten daran nichts ändern. Insgesamt liegt der Rückgang der Einreichungen bei fast 90%, sodass eine Anpassung der Rahmenbedingungen des Stipendiums ratsam erscheint.

Aus Sicht der Kulturverwaltung stehen vor allem die alternierenden Themensetzungen, die fehlende Möglichkeit der Teilung des Stipendiums und die Zusammensetzung der Jury der erfolgreichen Entwicklung des Stipendiums im Weg. Es gilt deshalb aus Sicht der Kulturverwaltung, das Stipendium inhaltlich zu öffnen, den Adressatenkreis zu erweitern und durch eine Neubesetzung der Jury die Anzahl der Einreichungen durch eine stärkere Vernetzung mit den Stuttgarter Hochschulen zu erhöhen.


Dies gilt auch für das Deutsch-Türkische Forum, das seinerseits den Manfred-Rommel-Preis vergibt. Auf diese Weise soll eine Kooperation strukturell sichergestellt werden.

1. Ausschreibungsmodalitäten:

Mit Beschluss des Verwaltungsausschusses vom 17. Mai 2017 wurde folgender Themenkatalog festgelegt:

Völkerverständigung und internationale Aussöhnung
Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt
Integration und Toleranz
Kommunale Selbstverwaltung und Subsidiarität
Solide Finanzen und innerstaatliche Finanzbeziehungen

Bisher wurde mit jeder Ausschreibung ein einziger Schwerpunkt aus diesem Themenkatalog vorgegeben. Bisher waren dies: Demokratie (2018), Integration und Toleranz (202) und Völkerverständigung und internationale Aussöhnung (2022). In Zukunft sollen jeweils Einreichungen zu allen Themenschwerpunkten möglich sein, um den möglichen Kreis an Bewerbenden nicht durch eine inhaltliche Verengung zu verkleinern.

Weiterhin wurde von den bisherigen Jurys die Vergabe des Stipendiums an Studierende ausgeschlossen, da eine Teilung des Stipendiums nicht vorgesehen war und damit die Förderung für eine studentische Abschlussarbeit mit 30.000 € zu hoch gewesen wäre. Eine Förderung von studentischen Abschlussarbeiten in einer solchen Höhe ist unüblich und die Summe spricht eher für eine Förderung von Promotionsstudierenden und Habilitanden. Um den Adressatenkreis zu erweitern, sollte der Jury deshalb die Möglichkeit gegeben werden, das Stipendium auf mehrere Bewerbende nach eigenem Dafürhalten aufzuteilen.

Das Stipendium bzw. die Stipendien werden als Einmalbetrag ausgezahlt.
2. Zusammensetzung der Jury

Bisher setzt sich die Jury wie folgt zusammen, die Entsendung erfolgt für jeweils vier Jahre durch die entsendende Institution:


Fünf Fachjurorinnen/Fachjuroren aus den folgenden Institutionen bzw. Bereichen:


sowie drei Vertreterinnen/Vertreter des Stuttgarter Gemeinderats, gegenwärtig

Marina Silverii (Grüne)
Jürgen Sauer (CDU)

Dejan Perc (SPD)

Künftig soll das Stipendium stärker mit den Stuttgarter Hochschulen und der Gesellschaft vernetzt werden. Die Zusammensetzung soll sich wie folgt ändern:

Ergänzend soll durch den Gemeinderat auf Vorschlag der Kulturverwaltung eine Journalistin/ein Journalist als Mitglied der Jury für ebenfalls 4 Jahre bestellt werden. Der Stuttgarter Gemeinderats bestimmt weiterhin selbst drei Jurymitglieder aus den Reihen des Gemeinderats. Für die Organisation, Koordination und Protokollierung ist eine Vertreterin/ein Vertreter der Abteilung 41-8 verantwortlich.

Die Neuzusammensetzung der Jury hat vor allem das Ziel, mehr potentiell Bewerbende an den umliegenden Hochschulen über die Jurymitglieder selbst zu erreichen. Darum sind Institutionen, die keine Hochschule aus der Region vertreten, unter Ausnahme des Deutsch-Türkischen-Forums ersetzt worden. Dieses vergibt seinerseits den Manfred-Rommel-Preis und um beide Preise enger zu verzahnen, sollte eine Vertretende/ein Vertretender Mitglied der Jury sein


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