Die SBS-Sportstätten Betriebs-GmbH Stuttgart (SBS) wurde 2007 von der Landeshauptstadt Stuttgart (LHS) als Alleingesellschafterin gegründet. Gegenstand des Unternehmens war die mietweise Überlassung von städtischen Sporthallen (Turn- und Versammlungshallen, Schulsportanlagen und Ballsporthallen) sowie Bezirks- und Vereinssportanlagen an außerschulische Nutzer im Rahmen der kommunalen Aufgabenstellung. Die SBS mietete hierzu die im Eigentum der LHS stehenden Sporthallen und Sportanlagen an.
Zum 31.12.2023 wurde die SBS liquidiert (vgl. GRDrs. 248/2023), da das bisherige Betreibermodell nach dem Ergebnis der Betriebsprüfung durch das zentrale Konzernprüfungsamt Stuttgart künftig keinen rechtssicheren Vorsteuerabzug mehr gewährleistet und daher das Zwischenmietermodell durch die SBS hinfällig wurde. Das Jahr 2023 war somit das letzte Jahr der SBS mit ordentlichem Geschäftsbetrieb. Seit dem 01.01.2024 werden die Aufgaben der SBS vom Schulverwaltungsamt und Amt für Sport und Bewegung übernommen. Die Vereine leisten somit ihre Entgelte direkt an die LHS und nicht mehr an die SBS. Der Jahresabschluss 2023 ist nochmals zur Beschlussfassung vorzulegen, die Liquidations-Eröffnungsbilanz und -jahresabschlüsse hingegen nicht mehr (vgl. GRDrs. 248/2023). Das Jahr 2024 ist das sog. Liquidationsjahr, in dem die Gläubiger aufgerufen sind, ihre Forderungen zu benennen. Nach dem Jahr der Abwicklung der Liquidation kann die SBS aufgelöst werden und das restliche Eigenkapital der SBS wird an die Gesellschafterin LHS voraussichtlich im Jahre 2025 ausgekehrt (TeilHH 20).
Jahresabschluss 2023 Im Jahr 2023 gab es seitens des ordentlichen Geschäftsbetriebes keine besonderen Vorkommnisse. Geprägt war dieses Jahr vielmehr von der Abwicklung der Folgen der in 2022 abgeschlossenen Betriebsprüfung und den Vorbereitungen zur Liquidation. Die Umsatzerlöse 2023 verringerten sich um 52 TEUR auf 1.064 TEUR und lagen damit noch deutlich über den prognostizierten Erwartungen laut Wirtschaftsplan von 924 TEUR. Grundsätzlich werden die Erlöse aus der Vermietung von Vereins- und Bezirkssportanlagen, des Sportzentrums Cannstatter Wasen sowie der Schulsportanlagen und der Turn- bzw. Versammlungshallen erzielt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. 1.062 TEUR beinhalten insbesondere die Pachtzahlung an die LHS i.H.v. 1.000 TEUR. Die Verwaltungsaufwendungen i.H.v. 35,6 TEUR beinhalten die üblichen Beratungs- und Abschlusskosten und sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Beratungskosten, die im Zusammenhang mit der Betriebsprüfung und der Liquidation entstanden sind, etwas angestiegen. Nach dem hohen Jahresüberschuss 2022 (2.029 TEUR) aufgrund der Sondereffekte aus der Betriebsprüfung schließt das Jahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag i.H.v. 77.583,47 EUR ab. Dieser soll mit dem Gewinnvortrag i.H.v. 649 TEUR verrechnet und dann auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Der Jahresabschluss wurde von der H/W/S GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung (§ 53 HGrG) ergab keine Feststellungen. Zum Geschäftsverlauf im Einzelnen wird auf den Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht (Anlage) verwiesen. Außerdem wird die SBS ein letztes Mal im Beteiligungsbericht dargestellt.
Klimarelevanz
Die Maßnahme hat keine Auswirkungen auf den Klimaschutz Finanzielle Auswirkungen - Beteiligte Stellen Die Referate JB und SOS haben der Vorlage zugestimmt. Vorliegende Anträge/Anfragen - Erledigte Anträge/Anfragen - Thomas Fuhrmann Bürgermeister Anlagen Anlage 1: Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht Hinweis: Die Anlagen stehen in KSD / KORVIS als PDF-Dokument zur Verfügung <Anlagen> zum Seitenanfang