Das Wirtschaftsjahr 2007 war geprägt von zwei Investitionsprojekten: der Betriebseinstellung und dem Baubeginn des Zamenhof ab Mai und der zeitgleichen Inbetriebnahme des Filderhof in Vaihingen. Die damit verbundenen Aufwendungen, insbesondere durch den Abgang von Anlagevermögen (Zamenhof: 398 TEUR netto) sowie erhöhte Abschreibungen im Filderhof (282 TEUR) und zusätzliche Kosten durch Betriebseinstellung, Umzug, Betriebsaufnahme belaufen sich auf insgesamt rund 800 TEUR. Ohne diese finanziellen Belastungen hätte der ELW ein Jahresergebnis entsprechend dem des Vorjahres erzielen können. Auch die unerwartet starken Preisanstiege beim Sachaufwand haben zu einer zusätzlichen Belastung des ELW-Jahresergebnisses 2007 geführt. Allein im Lebensmittelbereich waren Mehrkosten von 194 TEUR und im Energiebereich von 211 TEUR zu verkraften. Vor diesem Hintergrund fällt die Prognose für 2008 und 2009 eher zurückhaltend bis kritisch aus. Der Tarifabschluss wirkt sich mit einer Deckungslücke 2008 von 500 TEUR und 2009 mit 600 TEUR aus. Mit der gleichen zusätzlichen Belastung muss für 2008 aber auch im Sachkostenbereich gerechnet werden. Darauf reagiert der ELW mit einer Doppelstrategie: Kostensenkungsprogramm einerseits und Pflegesatzerhöhung andererseits. Mit dem Kostensenkungsprogramm werden in den Einrichtungen des ELW alle Kosten analysiert und Vorschläge zur Kostensenkung erarbeitet. Die Kostensenkungsmaßnahmen sollen möglichst konkret beschrieben und mit dem jährlichen Einspareffekt ermittelt werden. Dazu zählen nicht nur Prozessoptimierungen und Maßnahmen zur Reduzierung des Sachaufwandes, sondern auch Einschränkungen im Personalbereich durch Streichung und Nichtbesetzung von Stellen, insbesondere im Verwaltungsbereich und in der Hauswirtschaft. Mit dem Kostensenkungsprogramm 2008 versucht der ELW in einer weiteren Einsparrunde Wirtschaftlichkeitsreserven im Unternehmen aufzudecken und damit sowohl kurzfristige als auch langfristige Spareffekte zu erzielen und zu nutzen. Die Möglichkeiten zur Kostensenkung sind aber weitgehend ausgereizt und es muss deutlich gemacht werden, dass eine Kostensteigerung, die sich 2008 insgesamt mit rund 5% niederschlägt, nicht einfach weggespart werden kann. Für die Pflegeheime gilt das Gleiche, wie für andere Unternehmen auch, wonach Kostensteigerungen auch durch angemessene Preiserhöhung angeglichen werden müssen. Der ELW wird deshalb in das Pflegesatzverfahren einsteigen mit dem Ziel, möglichst zum 01.10.2008 eine entsprechende Pflegesatzerhöhung durchzusetzen. Der Vermögensplan 2007 schließt mit einem Gesamtaufwand von 14.044.381 EUR (Vorjahr 8.367.505 EUR) ab und liegt damit um 5.676.876 EUR über dem des Vorjahres. Die größten Einzelprojekte waren der Abschluss der Baumaßnahme Filderhof mit 4.054 TEUR, die Fortführung des Projektes Zamenhof mit 1.297 TEUR, die Übertragung des Hans Rehn Stifts mit 1.501 und weiterer Investitionen in dieser Einrichtung mit 586 TEUR. Im Lagebericht 2007 (Anlage) wird im Teil B (Wirtschaftsbericht) über das Ergebnis und den Geschäftsverlauf für das Gesamtunternehmen und für die einzelnen Einrichtungen informiert. Die Kosten- und Leistungsrechnung wird ebenso dargestellt und analysiert wie die Ertragsentwicklung sowie die Vermögens- und Kapitalstruktur des Eigenbetriebs. In Kapitel 5 werden der Leistungsumfang und die Leistungsindikatoren, einschließlich aller wichtigen Kennzahlen zusammengefasst und im Kapitel 6 die Themen und Projekte, mit denen sich der ELW 2007 befasst hat, erläutert. Im Teil C des Lageberichts (Nachtragsbericht und Prognosebericht) werden aktuelle Entwicklungen sowie die Prognose dargestellt. Die Wirtschaftsprüfer haben im Rahmen ihrer Prüfung festgestellt, dass die Lagebeurteilung durch den Geschäftsführer dem Umfang nach angemessen und inhaltlich zutreffend ist.
Im Wirtschaftsjahr 2007 hat der ELW ein Ergebnis erzielt, das ohne die besonderen Belastungen durch die Neubauprojekte Zamenhof und Filderhof an die guten Ergebnisse der Vorjahre anknüpft. Das Unternehmen hat auch qualitativ und organisatorisch erneut eine positive Entwicklung zu verzeichnen, wobei die zentrale Herausforderung nach wie vor darin besteht, die strukturellen Probleme zu bewältigen, die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen und ein ausgeglichenes Betriebsergebnis zu erzielen.
Beteiligte Stellen Die Vorlage wurde von Referat WFB mitgezeichnet. Gabriele Müller-Trimbusch Bürgermeisterin Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007 Die Mitglieder des Betriebsausschusses erhalten den Bericht der Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Binder, Dr. Dr. Hillebrecht & Partner GmbH über die Prüfung des ELW-Jahresabschlusses zum 31.12.2007 mit gesonderter Post.