Dr. Löffler Reinhard (CDU), Hill Philipp (CDU), Benzinger Marc (CDU)
Betreff
Handy als Parkuhr/elektronisches Zahlungskonzept
In der Innenstadt von Heidenheim können Autofahrer ihre Parkgebühren per Handy bezahlen. Die organisatorische Abwicklung dafür übernimmt ein Verein mit dem Namen Telematics Pro, bei dem neben Heidenheim auch die Städte Köln, Hamburg, Lübeck und Berlin als Mitglieder gelistet sind. Wer sich als Autofahrer bei Telematics anmeldet, erhält eine orangefarbene Vignette zum Aufkleben auf die Windschutzscheibe. Die Vignette weist den Autofahrer als Nutzer des Handy-Parkens aus.
Logistisch muss die Stadt ihre innerstädtischen Straßenabschnitte mit fünf- oder sechsstelligen Nummern versehen. Parkt der Autofahrer sein Auto, wählt er diese Nummer mit dem Handy an und die gebührenpflichtige Parkzeit beginnt. Vor der Weiterfahrt und dem Ende der Parkzeit wird die Nummer erneut angewählt. Dieser Anruf beendet die kostenpflichtige Parkzeit. Der Nutzer kann derzeit unter acht Netzanbieter den günstigsten Tarif wählen. Das Verfahren ist einfach und für den Autofahrer bequem.
Die Kosten des Parkens lassen sich somit minutengenau ermitteln. Das Rechnungsmanagement braucht die Stadtverwaltung nicht zu übernehmen. Bei der Parkkontrolle weist die orange Vignette den Parkenden als Handyzahler aus. Politessen können mit einem Kontrollanruf prüfen, ob der Parkvorgang beim Netzbetreiber angemeldet ist. Ist das nicht der Fall, wird der Handy-Parker genauso behandelt wie jeder andere, der vergisst, sein Geld in die Parkuhr zu werfen.
Die Mitgliedschaft bei Telematics kostet Heidenheim einmalig 500 Euro. Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf 300,- Euro.
Wir fragen die Verwaltung:
Könnte sich die Verwaltung vorstellen, dieses Parkkonzept – gegebenenfalls als Pilotprojekt - auch in der LHS zu verwirklichen?
Welche Vor- und Nachteile sieht die Verwaltung in diesem Parkkonzept?
Welche anderen Anwendungsmöglichkeiten sieht die Verwaltung, das Handy und damit elektronische Zahlvorgänge für Dienstleistungen (z.B. elektronische Fahrkarte bei der SSB, Eintritt in Museen, Schwimmbäder etc.) zu nutzen?
Gibt es für solche elektronischen Zahlungsvorgänge bereits marktgängige Lösungen und wie haben diese sich in der Praxis bewährt?
Welche Kosten entstünden für die Einführung eines kommunalen Konzepts für elektronisches Bezahlen mittels eines mobilen Kommunikationsgeräts und mit welchen Betriebskosten müsste gerechnet werden.
Dr. Reinhard Löffler Philipp Hill Marc Benzinger
stv. Fraktionsvorsitzender