Anfrage vom 06/25/2007
Nr. 281/2007

Anfrage
Stadträtinnen / Stadträte - Fraktionen

Schorn Stefanie (CDU), Ripsam Iris (CDU), Dr. Unold Ilse (CDU), Metke Christina (CDU), Hill Philipp (CDU), Schmid Roland (CDU), Haug Marion (CDU)
Betreff

Was wird aus dem Schülerhort Villa Elisa?

Der steigende Bedarf an Betreuung in Schülerhorten in Stuttgart und der Nachholbedarf bei der Schaffung weiterer Plätze - insbesondere in sozial schwierigen Stadtbezirken - ist unumstritten. Dort, wo Eltern berufstätig sind, brauchen die Kinder nach der Schule Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und eine sinnvolle Freizeitgestaltung.

Die Villa Elisa ist eine Tageseinrichtung für Schulkinder im Stuttgarter Westen und betreut zur Zeit 72 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren. 65 Prozent der Kinder haben einen Migrationshintergrund.

Die 70 Plätze decken den Bedarf im Stuttgarter Westen, der über eine große Anzahl von Schulen verfügt, nicht. Die Villa Elisa hat Kinder auf der Warteliste, die sie aus räumlichen Kapazitätsgründen nicht aufnehmen kann. Direkt neben der Villa Elisa befindet sich die Schwabschule (Grundschule) und die Friedensschule (Hauptschule) mit steigendem Bedarf an Schülerhortbetreuung und fußläufig liegen zahlreiche weitere Grund-, Realschulen und Gymnasien.

Die Villa Elisa und ihr Träger, die Kirchengemeinde St. Elisabeth, wären bereit, ihr Haus um weitere 20-30 Plätze zu erweitern. Voraussetzung wäre eine räumliche Vergrößerung des Gebäudes, das der Stadt gehört.

Ein geeigneter Zeitpunkt für eine räumliche Vergrößerung wäre die anstehende Notwendigkeit einer Grundsanierung. In den vergangenen Jahren wurden nur kleinere Reparaturen durchgeführt, eine größere Sanierung von Dach und Leitungen, die Mängel aufweisen, oder ein Neubau stehen aus.

Wir fragen daher:

1. Wie sieht die Stadtverwaltung den Bedarf an Schülerhort-Plätzen im Stuttgarter Westen?

2. Wie steht die Stadtverwaltung einer Erweiterung von Plätzen im bestehenden Schülerhort Villa Elisa, der direkt neben einer Grund- und Hauptschule liegt, gegenüber?

3. Warum wurden bisherige Planungen dieser Art immer wieder verschoben?

4. Wie beurteilt die Stadtverwaltung die bauliche Situation des Gebäudes?

5. Wieviele Mittel wurden in den vergangenen 10 Jahren für kleinere Reparaturen investiert? Was müsste in den nächsten 10 Jahren für Schönheitsreparaturen investiert werden? Wieviele Mittel müssten demgegenüber bei einer grundlegenden Sanierung aufgewendet werden?

6. Wäre anstatt einer Sanierung des bestehenden Gebäudes ein Neubau mit der Option einer größeren Platzzahl an Hortplätzen denkbar?





Stefanie Schorn Iris Ripsam Dr. Ilse Unold
stv. Fraktionsvorsitzende





Christina Metke Philipp Hill Roland Schmid
stv. Fraktionsvorsitzender





Marion Haug