Küstler Ulrike (DIE LINKE.PDS), DIE LINKE.PDS im Stuttgarter Gemeinderat
Betreff
HH: Weniger Schulabgänger ohne Abschluss - bessere Ausbildungs- und Berufschancen
Weniger Schulabgänger ohne Abschluss - bessere Ausbildungs- und Berufschancen
Die Stadt Stuttgart startet 2006 an drei Hauptschulen mit bisher hoher Zahl von Schülerinnen und Schülern, die die Schule ohne Abschluss verlassen, ein Pilotprojekt mit dem Ziel: Weniger Schulabgänger ohne Abschluss - bessere Ausbildungs- und Berufschancen.
Dazu erhalten in den letzten beiden Schuljahren die Jugendlichen Förderunterricht in den Hauptfächern, dabei Deutsch und Wort und Schrift.
Für die drei Schulen wird ein zusätzlicher / eine zusätzliche Sozialarbeiter/-in bereitgestellt.
Nach zwei Jahren wird der Versuch ausgewertet und die positiven Erfahrungen ab 2008 auf weitere Schulen ausgedehnt.
Begründung:
In Stuttgart verlassen überdurchschnittlich viele Schülerinnen und Schüler die Schule ohne Abschluss. Stuttgart ist bei diesem Punkt mit Rang 32 bzw. 36 auf einem sehr schlechten Platz im Städtevergleich.
Im Schuljahr 2003/04 gingen in Stuttgart 12,3 Prozent des Hauptschuljahrgangs ohne Abschluss ab, im Jahr 2001 waren es noch 10,2 Prozent. Das Problem wächst also deutlich an.
Besonders hoch ist die Zahl bei nichtdeutschen Jugendlichen bzw. bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Bei der Förderung der Kinder und Jugendlichen kommt es allerdings nicht auf diesen Hintergrund an, sondern auf die Behebung von Lernschwächen und Kenntnislücken bei allen.
Jugendliche ohne Schulabschluss haben auf dem Ausbildungsplatz- und Arbeitsmarkt allergrößte Schwierigkeiten. Lebenslange Nachteile für die Einzelnen und Schaden für die Gesellschaft sind vorprogrammiert. Dies gilt es zu bekämpfen.