Küstler Ulrike (DIE LINKE.), DIE LINKE. im Stuttgarter Gemeinderat
Betreff
Ausbildung bei der Stadtverwaltung ausbauen
Ausbildung bei der Stadtverwaltung ausbauen
Die Stadtverwaltung Stuttgart erhöht die Zahl ihrer Ausbildungsplätze so, dass sie ab dem Jahr 2008 die Ausbildungsquote von 7 Prozent in allen Ausbildungsberufen bei der Stadt erfüllt.
Dabei wird ein Schwerpunkt auf die Ausbildung von Jugendlichen mit Hauptschulabschluss und Realschulabschluss gelegt. Jugendliche mit Migrationshintergrund und junge Frauen werden entsprechend ihrem Anteil an der Bevölkerung berücksichtigt.
Für behinderte Jugendliche werden mindestens so viele Ausbildungsplätze geschaffen, dass bei den Ausbildungsplätzen die Beschäftigungsquote für Behinderte erfüllt wird.
Begründung:
Nach Aussage der Stadtverwaltung überschreitet die Stadt im Durchschnitt aller Ämter und Einzelbetriebe die genannte Quote. Das ist erfreulich, aber vor allem einer speziellen Situation im Klinikum zu verdanken. Dort wird in einzelnen Berufen (z.B. Hebammen) ein landesweiter Bedarf durch besonders viele Ausbildungsplätze gedeckt, außerdem bietet das Klinikum speziellen Ausbildungsgänge an, die nicht zu den vom Bundesinstitut für Berufsbildung zertifizierten Berufen zählen.
Es ist dringend erforderlich, möglichst viele Jugendliche der Stadt in Ausbildung zu bringen. Dafür hat der Konzern Stadt als einer der sehr großen Arbeitgeber eine besondere Verantwortung. Die Stadt muss auch vorbildlich in Handwerks- und Dienstleistungsberufen ausbilden, um Jugendlichen mit "niedrigerem" Schulabschluss eine Chance zu bieten.
Im Übrigen liegt eine hohe Zahl von Auszubildenden im Eigeninteresse der Stadt, weil sich bereits jetzt ein Facharbeiter/-innen- bzw. Fachkräftemangel bemerkbar macht, der sich bei den öffentlichen Verwaltungen verstärkt auswirkt.