Antrag vom 08/30/2006
Nr. 281/2006

Antrag
Stadträtinnen / Stadträte - Fraktionen

Dr. Löffler Reinhard (CDU), Hill Philipp (CDU)
Betreff

Chip-Pflicht für Haustiere

Die Zahl der ausgesetzten Haustiere in Baden-Württemberg nimmt zu. 2005 wurde im Südwesten nach Angaben des Tierschutzverbands 3200 Hunde ausgesetzt; bis August 2006 waren es bereits 3000. Hinzu kommen noch 4000 verlassene Katzen. Vornehmlich werden alte oder kranke Tiere vor dem Tierheim oder an öffentlichen Plätzen angebunden und von ihren Besitzern verlassen. Insbesondere steigt die Zahl in den Ferienmonaten, wenn die Besitzer nicht wissen wohin mit ihren Tieren. Der Tierschutzverband prangert zwar dies an, bislang gab es jedoch kein wirksames Mittel, diesem Verhalten gegenzusteuern.

Bei Einführung eines eingepflanzten Identifizierungs-Chips für Hunde und Katzen bestünde zum einen die Möglichkeit, diesem Verhalten Einhalt zu gebieten und zum anderen wächst die Chance für die Besitzer, verlorene oder ausgerissene Tiere wiederzufinden.


Wir fragen die Verwaltung

1. Beobachtet auch das Tierheim in Stuttgart eine Zunahme herrenloser Tiere, die
ausgesetzt oder verloren gingen und reichen die Kapazitätsgrenzen des
Tierheims, eine steigende Zahl solcher Tiere aufzunehmen?

2. Wie beurteilt die Verwaltung eine generelle Chip-Pflicht für Haustiere in der LHS?

3. Wie ließe sich eine solche Chip-Pflicht durchsetzen? Welche Kosten entstehen und
sind diese ganz oder teilweise vom Tierhalter zu tragen?

4. Gibt es andere Alternativen als die Chip-Pflicht, der “gefühllosen Wegwerfmentalität”
zu begegnen?




Dr. Reinhard Löffler Philipp Hill