Beantwortung zur Anfrage
436/2006

Landeshauptstadt Stuttgart Stuttgart, 02/27/2007
Der Oberbürgermeister
GZ: OB 6263-01



Beantwortung zur Anfrage
Stadträtinnen/Stadträte - Fraktionen
    Dr. Löffler Reinhard (CDU), Hill Philipp (CDU)
Datum
    12/21/2006
Betreff
    Kloake Eckensee?
Anlagen
    Text der Anfragen/ der Anträge
Beantwortung/ Stellungnahme:

Der Eckensee wird vom Land durch den Betrieb der Wilhelma unterhalten. Die Stadtverwaltung hat daher nur bedingt Einfluss und wenig Detailkenntnisse über den hygienisch-biologischen Zustand des Gewässers. Da der See weder als Badesee noch zur Trinkwassergewinnung genutzt wird, ist eine direkte, akute Gesundheitsgefährdung bei sachgemäßem Verhalten nicht gegeben. Die Stadtverwaltung übt derzeit über die Mitfinanzierung der Unterhaltung der Schlossgartenanlagen infolge des Bundesgartenschauvertrages von 1977 noch ein gewisses Mitspracherecht über die Unterhaltungsmaßnahmen in diesem Bereich aus. Dieses wird bei einer jährlichen Begehung im Frühjahr durch das Garten-, Friedhofs- und Forstamt wahrgenommen. Bei der diesjährigen Begehung wird das Thema „Zustand des Eckensees“ mit dem Ziel einer Verbesserung angesprochen werden. Außerdem wird die Anfrage dem Land mit der Aufforderung zur Verbesserung des Zustandes zur Kenntnis gegeben.

Zu den einzelnen Fragen nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

1. Über die Wasserqualität hat die Verwaltung im Detail aus Untersuchungen keine Kenntnisse.
2. Da der Eckensee offensichtlich kein „sauberes Gewässer“ ist, daher weder zum Baden noch zur Trinkwassernutzung einlädt, geht von ihm keine direkte Gesundheitsgefährdung aus.
3. Nach bisherigen Regelungen wird der See einmal im Jahr abgelassen und vollständig gereinigt, weiterhin werden anlassbezogen Sonderreinigungen durchgeführt. Das Abfischen von Müll wird regelmäßig, auch mehrfach in der Woche, durchgeführt.
4. Der Reinigungsbedarf wird sich nicht als feste Regel definieren lassen, da die Verschmutzungen im Laufe des Jahres unterschiedlich sind. Die Verwaltung wird jedoch eine Verbesserung des Reinigungszustandes bei der diesjährigen Begehung einfordern. Weiterhin gibt es Überlegungen, einen Zufluss von Dachwasser aus umliegenden Gebäuden zur erhöhten Frischwasserzufuhr herzustellen.
5. Die Anzahl der Papierkörbe ist nach Erkenntnissen der Verwaltung und auch aus der Erfahrung der Fußball-WM für den üblichen Bedarf ausreichend bemessen. Bei Großveranstaltungen findet häufig auch eine starke Verschmutzung, unabhängig von einer ausreichenden Anzahl von Abfallkörben, statt.
6. Angesichts der Zuständigkeit des Landes für den Eckensee sieht die Verwaltung lediglich die Möglichkeit, im Rahmen der jährlichen Absprachen der Unterhaltungsmaßnahmen um eine Verbesserung der Situation nachzusuchen.











Dr. Wolfgang Schuster