Stellungnahme zum Antrag
142/2005

Landeshauptstadt Stuttgart Stuttgart, 09/01/2005
Der Oberbürgermeister
GZ: OB



Stellungnahme zum Antrag
Stadträtinnen/Stadträte - Fraktionen
    Schmid Roland (CDU), Hill Philipp (CDU), Uhl Reinhold (CDU), Sauer Jürgen (CDU)
Datum
    04/27/2005
Betreff
    Situation Sperrmüll auf Abruf
Anlagen
    Text der Anfragen/ der Anträge
Beantwortung/ Stellungnahme:

Wie bereits im Mai 2005 in der UTA-Sitzung durch den Ersten Betriebsleiter, Herrn Dr. Krieck, berichtet und in der Presse angekündigt, verbessert der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft weiter seine Service-Leistungen. Diese verbesserten Dienstleistungen sollen durch nachfolgend genannte Maßnahmen in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

1. Flyer

2. Verbesserung der telefonischen Erreichbarkeit / Einrichtung eines Kundenservicecenter

Durch die Optimierung verschiedener Betriebsabläufe im Bereich Kundenservice wird die telefonische Erreichbarkeit zukünftig deutlich erhöht werden. Seit dem 01.07.2005 werden 5 Mitarbeiter zeitlich gezielt und entsprechend den in einem Gutachten ermittelten Hauptanrufszeiten eingesetzt. Weiter ist in Kürze beabsichtigt, dass die Zeiten von Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 16.00 Uhr zumindest teilweise bis 18 Uhr erweitert werden.



3. Interne und externe Kommunikation

Im Rahmen der Organisationsveränderung beim AWS wurde seit dem 01.07.2005 die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit eingerichtet. Ziel und Aufgabe dieser Stabsstelle ist es, die Präsenz des AWS in den Medien und insbesondere in der Presse zu verbessern. Die Bevölkerung soll hierdurch regelmäßig über das Dienstleistungsangebot des AWS informiert werden. Weiter soll die Stabsstelle Schnittstelle zu den politischen Gremien darstellen und die interne und externe Kommunikation verbessern.

4. Tag der offenen Tür

5. Sonstiges

Zu den konkreten Sperrmüllfragen nehme ich wie folgt Stellung:

Vom 01.01.2005 bis zum 31.05.2005 wurden ca. 14.000 Sperrmüllbestellkarten bearbeitet und Abholungen durchgeführt. Es wurden ca. 6.000 t Sperrmüll (incl. Metallschrott , Elektro- und Elektronikschrott) entsorgt.

Der Zeitraum zwischen Kartenabgabe und Abholungstermin ist in der Regel ca. 3 - 4 Wochen. Lediglich während der Grüngutsammlung im Frühjahr und Herbst kann sich der Zeitraum im ungünstigsten Fall auf bis zu 8 Wochen verlängern.

Wenn nicht angemeldete zusätzliche Sperrmüllgegenstände am Abholplatz bereitgestellt sind, verfährt der AWS derzeit großzügig und nimmt diese mit. Diese Verfahrensweise, die beispielsweise in Nachbarlandkreisen nicht praktiziert wird, wird bisher nach außen nicht bzw. nur bei konkreten Anfragen kommuniziert. Dies funktioniert betrieblich nur solange die Fälle nicht überhand nehmen. Bislang sind solche zusätzlichen Sperrmüllgegenstände nicht der Normalfall und für den Betrieb unproblematisch.











AWS verzeichnet eine überwiegend positive Resonanz aus der Bevölkerung. Vor allem werden Schnelligkeit und Zuverlässigkeit gelobt. Wesentlich aber sind die Rückgänge der Beschwerden in Hinsicht auf Verunreinigungen und wilde Abfallablagerungen, die die frühere straßenweise Sperrmüllabfuhr verursachte.


Ausblick

Auf Grund der Anfragen aus der Bevölkerung könnte der AWS sich vorstellen, in den nächsten Monaten auch einen “Sperrmüll-Express” einzuführen. Das bedeutet, dass ein Besteller gegen eine separate Gebühr oder gegen ein noch festzulegendes Entgelt innerhalb von 48 Stunden eine Sperrmüllabholung bekommt. Weiter denkt der Eigenbetrieb AWS auch darüber nach, der Bevölkerung über die 2 kostenlosen Sperrmüllabfuhren noch weitere Abfuhren gegen eine kostendeckende Gebühr anzubieten.

Weiter gibt es offensichtlich in der Bevölkerung den Wunsch, bei den Wertstoffhöfen gegen Abgabe der Sperrmüllbestellkarte den Sperrmüll kostenlos abzugeben. Da die Sperrmüllbestellkarten bei den Bürgerbüros etc. frei erhältlich sind, müssten dazu bei den Wertstoffhöfen entsprechende Identitätsüberprüfungen zum Schutz vor Missbrauch (Anlieferer aus den Nachbarlandkreisen, Gewerbebetrieben, mehr als
2 Anlieferungen pro Jahr etc.) eingerichtet werden. Aus unseren Erfahrungen in der Vergangenheit (vor dem Jahr 2000 - kostenlose Anlieferung bei den Sperrmüllannahmestelle bei der AVA Stuttgart Münster und in Stuttgart-Fasanenhof) und dem daraus resultierenden Verkehrsaufkommen bzw. den Verkehrsstaus sind diese Identitätsüberprüfungen zwingend erforderlich. Ob dies datentechnisch möglich ist, muss zunächst jedoch noch geprüft werden.









Dr. Wolfgang Schuster