Stellungnahme zum Antrag
327/2001
Landeshauptstadt Stuttgart Stuttgart,
10/25/2001
Der Oberbürgermeister
GZ:
OB 0321-00
Stellungnahme zum Antrag
Stadträtinnen/Stadträte - Fraktionen
Barg Stefan (CDU), Stradinger Fred-Jürgen (CDU), List Manfred (CDU)
Datum
07/10/2001
Betreff
Spaß ohne Grenzen
Anlagen
Text der Anfragen/ der Anträge
Beantwortung/ Stellungnahme:
1. Vorschlag für ein Herausgabekonzept “SpaßTicket 2001 bis 2004” (Ziffern 1 und 2 des Antrags)
(a) Konzept
Die Idee zum Stuttgarter SpaßTicket stammt ursprünglich von der Stadtverwaltung Nürtingen, das Konzept wurde allerdings von S/OB speziell für die Verhältnisse in den Stuttgarter Stadtbezirken weiterentwickelt und entsprechend angepasst.
Mit dem SpaßTicket geht es um eine praktische Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements, das sich im besonderen vor Ort in den Stadtbezirken entfaltet. Das SpaßTicket ist eine Art Scheckheft mit interessanten Wert- und Erlebnisgutscheinen, die etwa zur Hälfte von den örtlichen Handels- und Gewerbetreibenden gesponsert werden. Ansonsten handelt es sich um kostenfreie Eintrittskarten für städtische Einrichtungen und Einrichtungen des Landes.
Aus personellen, finanziellen bzw. verrechnungstechnischen Gründen konnten von S/OB bislang lediglich zwei SpaßTickets herausgegeben werden und zwar für den Stadtbezirk Möhringen (1999) und den Stadtbezirk Zuffenhausen (2001).
(b) Planung
Bis zum Jahresende
2001
sollen
noch
SpaßTickets in den Stadtbezirken
Hedelfingen und Sillenbuch
realisiert werden.
Für
2002
sind SpaßTickets in folgenden Stadtbezirken und vorgeschlagener Reihenfolge vorgesehen:
Stammheim, Vaihingen, Mühlhausen, Degerloch, Botnang.
Für
2003
sind SpaßTickets in folgenden Stadtbezirken und vorgeschlagener Reihenfolge vorgesehen:
Weilimdorf, Plieningen-Birkach, Feuerbach, Wangen.
Für
2004
sind SpaßTickets in folgenden Stadtbezirken und vorgeschlagener Reihenfolge vorgesehen:
Münster, Obertürkheim, Bad Cannstatt, Untertürkheim.
(c) Ressourcen
Die Konzeption und Herausgabe der SpaßTickets erfolgte bislang federführend bei S/OB und wurde dort neben den Kernaufgaben und im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten wahrgenommen. Layout und Druck der Herausgaben wurden von der Stadt finanziert und beim Stadtmessungsamt bzw. über das Presse- und Informationsamt besorgt.
Ab 2002 würde die Zusammenstellung der Angebote und die Herausgabe der SpaßTickets federführend von Referat A (Bezirksämter, Haupt- und Personalamt) und in Abstimmung mit S/OB realisiert.
Die Wert- und Erlebnisgutscheine der örtlichen Handels und der Gewerbetreibenden sind Sponsorenleistungen, die bisher kostenlos zur Verfügung gestellt wurden und auch bei einer systematischen und flächendeckenden Ausstattung der Stadtbezirke zukünftig in gleicher Weise, also kostenlos, ermöglicht werden sollen.
Die Erlebnisgutscheine und Eintrittskarten seitens der Stadt und des Landes wurden für die beiden bisher erschienenen SpaßTickets ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellt. Bei systematischer und flächendeckender Ausstattung der Stadtbezirke wären allerdings die Kosten städtischer Einrichtungen verrechnungsweise, und die des Landes direkt zu finanzieren. Der interne Ausgleich städtischer Leistungen wird durch den flächendeckenden Ansatz und im Zusammenhang mit der umfassenden Einführung der Kosten- und Leistungsrechnung notwendig.
Für die finanzielle Realisierung der Herausgabe von SpaßTickets in den Jahren 2002 bis 2004 wäre die Einrichtung einer Finanzposition “Ausgaben / Verrechnungen SpaßTicket” beim Bürgermeisteramt erforderlich, die
für die Jahre 2002 (30.000 DM), 2003 (24.000 DM) und 2004 (24.000 DM) mit Mitteln i. H. v. insgesamt 78.000 DM
ausgestattet werden müsste. Diesem Ansatz liegt eine Kostenkalkulation
pro Heft und Stadtbezirk in Höhe von 6.000 DM
für Layout, Druck (ca. 5.000 DM) und Angebotswert Stadt / Land (ca. 1.000 DM) zugrunde.
Die Mittel müssten für übertragbar erklärt werden, verfügungsberechtigt wäre Referat A als zukünftiger Herausgeber der SpaßTickets. Über diese Finanzposition sollen die “Erlebnisangebote” des Landes und der Stadt vergütet bzw. verrechnet werden, ebenso die Kosten für redaktionelle Arbeit, Layout und Druck der SpaßTickets.
Über die Finanzierung der Maßnahme wäre ggfls. bei den anstehenden Beratungen zum Doppelhaushalt 2002/2003 zu entscheiden.
2. Erfahrungen anderer Städte (Ziffer 3 des Antrags)
Nach unserer Kennntnis wird das SpaßTicket-Konzept bislang nur in Stuttgart und Nürtingen realisiert.
Dr. Wolfgang Schuster