Landeshauptstadt Stuttgart Stuttgart, 06/28/2006
Der Oberbürgermeister
GZ: 3180
Stellungnahme zum Antrag
Stadträtinnen/Stadträte - Fraktionen
Rockenbauch Hannes (SÖS) , SÖS im Stuttgarter Gemeinderat
Datum
05/08/2006
Betreff
Museumspädagogischer Dienst
Anlagen
Text der Anfragen/ der Anträge
Beantwortung/ Stellungnahme:
Bis zum Jahr 2003 waren die Programmangebote des mu*pä*di kostenlos, da Kulturvermittlung für möglichst alle Schülerinnen und Schüler ohne finanzielle Barrieren eine wichtige bildungspolitische Aufgabe ist. Der Gemeinderat hat in den Hausplanberatungen zum laufenden Doppelhaushalt (GRDrs 812/2003) entschieden, dass in Zeiten knapper Haushaltsmittel auch für den mu*pä*di und seine wertvollen pädagogischen Angebote maßvolle Beiträge erhoben werden. Pauschalbeiträge pro Klasse bzw. pro Gruppe haben sich nicht bewährt, so dass nun gerechtere Pro-Kopf-Beiträge erhoben werden (GRDrs 781/2005): Vor allem zahlenmäßig kleinere und besonders förderungswürdige Gruppen und Schulklassen (Sonder- und Förderschulklassen, Behindertengruppen, Neigungskurse, Arbeitsgemeinschaften, etc.) waren durch die bisherigen Pauschalen über Gebühr zur Kasse gebeten worden.
Die Landeshauptstadt Stuttgart finanziert die Führungen und Projekte des mu*pä*di nach wie vor ganz überwiegend: Die von den Teilnehmenden zu bezahlenden Beiträge ersetzen nur zu rund zehn Prozent die tatsächlichen Kosten. Diese finanziellen Leistungen wie auch die vielfältigen museumspädagogischen Projektangebote können ausschließlich von den Kindern und Jugendlichen, den Schülerinnen und Schülern aus Stuttgart in Anspruch genommen werden. Auf die Gestaltung der Eintrittsentgelte der Landesmuseen hat die Landeshauptstadt keinen Einfluss. Die Tarife der Stuttgarter Museen für auswärtige Schüler sind ebenso deutlich höher wie die durchschnittlichen Gebühren der Museen und Ausstellungsinstitute in der Region oder im Land im Vergleich zu den Entgelte des mu*pä*di.