Landeshauptstadt Stuttgart
Referat Allgemeine Verwaltung/Kultur und Recht
Gz: AKR
GRDrs 94/2018
Stuttgart,
02/07/2018


Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart 2018



Mitteilungsvorlage


Vorlage anzurSitzungsartSitzungstermin
Ausschuss für Kultur und Medien
Verwaltungsausschuss
Kenntnisnahme
Kenntnisnahme
öffentlich
öffentlich
27.02.2018
07.03.2018

Bericht:



Um den 63. Kompositionspreis 2018 haben sich 26 Komponistinnen und 76 Komponisten mit insgesamt 194 Werken beworben.

Die Jury setzte sich wie folgt zusammen:
Björn Gottstein (Vertreter des Südwestrundfunks), Prof. Martin Schüttler (Vertreter
der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart), Prof. Dr.
Angela Ida De Benedictis (Musikwissenschaftlerin), Prof. Frédéric Durieux (Komponist), Dr. Michael Kunkel (Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Hochschule für Musik Basel), Prof. Mike Svoboda (Komponist und Posaunist) sowie Dr. Cathy van Eck (Komponistin). Den Vorsitz hatte Bürgermeister Dr. Fabian Mayer.

Die Jury entschied in ihrer Sitzung am 01.02.2018, den mit 12.000 EUR dotierten Preis in zwei gleichen Teilen à jeweils 6.000 EUR zu vergeben:

Ole Hübner aus Gießen wird für sein Werk „Drei Menschen, im Hintergrund Hochhäuser und Palmen und links das Meer“ (2016/17) ausgezeichnet.

Adámek Ondřej aus Berlin wird für sein Werk „Ça tourne ça bloque“ (2013) ausgezeichnet.


Ole Hübner, 1993 geboren, studierte Komposition zunächst als Frühstudent bei Benjamin Lang und Joachim Heintz an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und anschließend regulär bei Johannes Schöllhorn und Michael Beil an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Seit 2015 studiert er bei Heiner Goebbels im Masterstudiengang am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er arbeitet(e) unter anderem mit dem Theater Aachen, dem Studio für Stimmkunst und neues Musiktheater der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart, der Deutschen Oper Berlin, dem Konzert Theater Bern, dem Ensemble Modern, dem Ensemble LUX:NM, dem Ensemble Garage (beim Kwadrofonik Festival Warschau) und unterschiedlichen Solistinnen und Solisten zusammen. Stücke von ihm wurden bereits in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen, Italien, Dänemark, Japan und Israel aufgeführt sowie vom Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, WDR 3, SR 2 und Radio Bremen gesendet.
In seiner Arbeit macht er Gebrauch von Audioelektronik, Videos und szenischen Konzepten und bewegt sich oftmals im Bereich von Musiktheater und Theatermusik. Ole Hübner arbeitet regelmäßig mit Künstlerinnen und Künstlern anderer Sparten zusammen. Im Rahmen verschiedener Theaterproduktionen ist er als Trompeten- und Elektronikspieler in Bands für improvisierte Musik, unter anderem mit Alexander Dawo (Kontrabass), Leif Berger (Schlagzeug) und Nicola Hein (Gitarre), aufgetreten.
Ole Hübner erhielt Auszeichnungen und Preise und war von 2011 bis 2013 Stipendiat des Landes Nordrhein-Westfalen. Von 2013 bis 2015 war er Kuratoriumsmitglied der Kölner Musiknacht, von 2014 bis 2016 künstlerischer Leiter des von ihm mitbegründeten Kölner Ensembles »electronic ID« für intermediale Musik des 21. Jahrhunderts.

Adámek Ondřej wurde 1979 in Prag geboren. Er studierte Komposition an der Musikakademie in Prag und am Konservatorium in Paris. Er komponiert Orchester-, Kammer-, Vokal- und elektroakustische Musik und arbeitet mit Choreografen des zeitgenössischen Tanzes zusammen. Im April 2002 wurde ihm ein UNESCO-Stipendium zugesprochen für die Zusammenarbeit mit der Tanzkompanie Gaara in Nairobi (Produktion „Abila“). 2004 arbeitete er mit dem Nouvel Ensemble Moderne in Montréal. Er erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge von wichtigen Festivals wie den Wittener Tage für neue Kammermusik, dem Agora Festival (IRCAM, Paris), Les Musique (GMEM, Marseille), dem Warschauer Herbst sowie von Ensembles wie dem Klangforum Wien, Orchestre National d’Île de France, Les Percussions de Strasbourg, den Brandenburger Sinfonikern und dem Lucerne Festival Academy Orchestra (Uraufführung unter der Leitung von Pierre Boulez). Seine Werke wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem „Prix de Bourges (IMEB, 2003), dem Prix Métamorphoses (Belgien 2002, 2004) und dem Preis des Ungarischen Radios (2004). 2006 gewann er den Komponistenpreis der Brandenburger Biennale, 2009 den Prix Hervé-Dugardin (SACEM, Paris) und 2010 den Grand Prix Tansman (Lodz), 2011 den Prix George Enesco (SACEM, Paris). 2010 ist Adámek als Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD nach Berlin gekommen, seitdem lebt er in Berlin. Seit 2013 ist er zudem als Dirigent tätig.

Die beiden ausgezeichneten Kompositionen werden beim Preisträgerkonzert im Rahmen des Festivals Neue Musik Stuttgart ECLAT aufgeführt. Im Rahmen des Preisträgerkonzerts findet auch die Preisverleihung mit der Übergabe der Urkunde an den Preisträger statt.

Beteiligte Stellen

keine


Vorliegende Anträge/Anfragen

keine
keine




Dr. Fabian Mayer




keine

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